Handschriftliches Testament


Handschriftliches TestamentViele Menschen machen sich früher oder später Gedanken über das was nach dem eigenen Ableben passiert. Nicht jede Person ist dazu in der Lage, immerhin ist die zu dem Zeitpunkt noch zukünftige Situation sehr abschreckend. Wer es jedoch schafft sich rationalen Fragen zuzuwenden um vorzusorgen, wird früher oder später feststellen, er möchte verschiedene Hinterlassenschaften Regeln. Ein Testament, in diesem Fall treffender als letzter Wille zu bezeichnen, ist ein nicht unübliches Ergebnis dieser Überlegungen. Um dies rechtskräftig zu errichten, hat die Person nun zwei Optionen. In der einen Variante wird ein Testament vorbereitet, zum Beispiel mit einem Testament Muster von uns, und von einem Notar beglaubigt. Die Alternative dazu ist ein handschriftliches Testament. Genau darum geht es in diesem Artikel.

 

Handschriftliches Testament Beispiel

Wenn Sie ein handschriftliches Testament erstellen, dann gelten inhaltlich die gleichen Spielregeln. Wenn Sie auf der Suche nach inhaltlicher Inspiration und Anregungen sind, finden Sie im folgenden Dokument ein Beispiel mit dem Sie einen Alleinerben einsetzen können. Bedenken Sie, dass der Text nur dann als handschriftlich gilt, wenn Sie ihn auch wirklich vollständig abschreiben:

Hier Testament Vorlagen herunterladen →

 

Handschriftliches Testament schreiben

Wer Zugang zu einem Computer hat fragt sich vielleicht, warum sollte ich im digitalen Zeitalter noch ein handschriftliches Testament vorbereiten? Die Frage ist durchaus berechtigt. Hintergrund ist die Sicherheit gegen Fälschungen. Das erneute Argument könnte lauten, dass ja auch eine Unterschrift bei anderen wichtigen Dokumenten und Verträgen zählt. Und das stimmt sogar. Allerdings gibt es dabei wesentliche Unterschiede. Geht es zum Beispiel um einen Vertrag sind Sie bei den Streitigkeiten noch am Leben. Wenn Ihre Unterschrift bspw. bei einer Vertragsunterzeichnung gefälscht wurde, bekommen Sie dies schnell mit und der mögliche Schaden kann abgewandt werden. Wenn jedoch auf einem Testament nach einiger Übung die Unterschrift perfekt gefälscht wurde, kann man dies nicht mehr rückgängig machen. Ein Testament das nicht von einem Notar beglaubigt wurde muss daher vollständig mit der Hand verfasst werden. Die Willenerklärung ist dann natürlich noch immer nicht zu 100% gegen Fälschungen abgesichert. Die Chancen auf eine erfolgreiche Fälschung sind jedoch deutlich gesunken.

 

Testament, warum ich?

Selbst wenn die gesetzliche Erbfolge generell in Ordnung scheint und niemand enterbt werden soll, so ist ein Testament dennoch häufig sinnvoll. Es handelt sich ja nicht nur um eine Neuordnung von Besitzansprüchen, sondern wird häufig auch als letzter Brief an die angehörigen formuliert. So kann man zum Beispiel auch noch einmal bestimmte Verwandte, Freunde und Bekannte direkt ansprechen und sich etwas für deren Zukunft wünschen. So kann man zum Beispiel von seinen Kindern wünschen, Sie mögen sich weiter mit dem befassen was Sie aktuell sehr erfolgreich tun, bei etwas bestimmten nicht aufgeben oder sich um jemand bestimmtes gut kümmern. Derart intime Gedanken werden in der Tat häufiger geäußert, wenn es sich um ein handschriftliches Testament handelt. Die Offenheit gegenüber dem Blatt ist meist größer als gegenüber einem Notar oder Anwalt, der ein Schreiben auf Basis Ihrer Wünsche ebenfalls vorbereiten kann.

Zudem werden Testamente häufig auch verwendet um einen Teil des Erbes an einen wohltätigen Zweck zu spenden. Dies ist nicht der Regelfall und auch deutlich häufiger bei wohlhabenderen Erblassern zu finden. Allerdings gibt es auch bei durchschnittlichen Bürgern häufig den Wunsch einen Teil seines Erbes an wohltätige Zwecke zu spenden. Hin und wieder wird explizit ein Anteil des Barvermögens gespendet, ab und an auch explizite Gegenstände in dieser Hinsicht vermacht. Auch wertvollere Antiquitäten werden teilweise auf diesem Weg vom Erbe ausgeschlossen und an Museen und Ausstellungen